SYNOPSIS

Das deutsche Schulsystem: Ein Auslaufmodell?

1969: Das Bildungssystem wird reformiert, der deutsche Bildungsrat wird gegründet, der das dreigliedrige Schulsystem einführt. Deutschland schneidet jedoch im internationalem PISA Test als zweit schlechtestes Industrieland ab. Schnell macht man sich Gedanken. Gesamtschulen werden eingeführt. Überall sucht man den großen Fehler. Dieser liegt jedoch schon im System selbst! In Finnland lernen behinderte und eifrige Schüler zusammen in einem Klassenzimmer: 9 Jahre lang befindet man sich in einer Klasse. Diese lernt Allgemeinwissen und alles was man für das Leben braucht. Davon ist die Bundesrepublik noch weit entfernt. Politiker, die das Problem übersehen und nicht behandeln wollen, quälen die Schüler mit breitem nichtsnutzigem Wissen. Wer braucht schon das „Verschieben einer Normalparabel auf der y-Achse“ oder die „atomic mass unit“?


 

Um die Bildung zu verbessern wollte man nun die Schulzeit auf 8 Jahre verkürzen. Gebracht hat dies jedoch nichts, außer psychischem Stress für Schüler und Eltern. Das sogenannte „G8“, welches nur eingeführt wurde, damit die Industrien durch einen akuten Personalmangel, mehr Geld bekommen, war ein weiterer Fehler. An die Schüler, die das ausbaden müssen, dachte jedoch keiner. Blöd gelaufen. Die meisten Schüler machen nun eben ein Jahr Pause nach dem Abitur- also, das war es dann auch mit dem Geldgewinn. Schnell meinte man alles auf „zu viel Fernsehen und Videospiele“ schieben zu müssen. Es gäbe ja genug Amokläufe. Das jedoch auf den Abschiedsbriefen der Täter stand, dass sie in der Schule nur gelernt hätten, dass sie Verlierer sind, tat nichts zu Sache.


 

Als nächstes wollte man den Stundenausfall mindern. Man reduzierte diesen auf 2.8%. 5.3% werden offiziell vertreten. Die Schüler müssen also bei Abwesenheit des Lehrers bei Randstunden in der Schule bleiben. Auch bei einem Freitag, drei Stunden lang. Selbst wenn ein Lehrer den Unterricht vertritt, spielt man nur Spiele oder schaut Filme. Da könnte man auch nach Hause gehen.


 

Um effektiveres Lernen zu ermöglichen, könnte man die Klassengröße auf 16 Schüler verringern. Wir haben 8 Millionen Schüler und 700.000 Lehrer: Die Rechnung stimmt aber nicht? Statt die Klassenanzahl zu vermindern, sind Einige arbeitslos.


 

Man lernt für die Schule, um zu vergessen. Nicht fürs Leben.

MovieJamStudios

Eine verlorene Generation von Jugendlichen?